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Zukunftsthema Digitalisierung

Warum vor allem Reinigungskräfte hiervon profitieren 

(erste Fassung: 11.09.2019)

Die Digitalisierung ist auch in der Reinigungsbranche auf dem Vormarsch. So setzen sich immer mehr Apps durch, die das Aufgabenverständnis durch visuelle Revierpläne, Arbeitsabläufe und Leistungsverzeichnisse erhöhen. Zugleich leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Effizienz und Qualität.

Wirken digitale Medien motivierend auf Reinigungskräfte oder wird moderne Technik als zusätzliche Belastung empfunden? Können das Aufgabenverständnis verbessert und die Effizienz nachhaltig gesichert werden? Wie lassen sich die Kommunikation transparenter gestalten und die Eigenverantwortung des Reinigungspersonals fördern? Werden die Leistungen der Reinigungskräfte messbar mit dem Ziel, dafür mehr Wertschätzung zu bekommen? Ist eine neue Kultur der Qualitätssicherung möglich? Diese und weitere Fragen zum Zukunftsthema Digitalisierung werden derzeit am Universitätsklinikum Münster bei einem Praxistest mit Visionclean, Landshut, und der UKM Gebäudemanagement GmbH,  eingehend erörtert.

Tablet sorgt für mehr Transparenz

Bei Arbeitsbeginn meldet sich die Reinigungsfachkraft Maria Rosella Falcone mit ihrem Tablet am Reinigungswagen an und öffnet den tagesaktuellen Revierplan. Auf einem Blick sieht sie, welche Tätigkeiten heute anstehen und welche Raumgruppen wie zu reinigen sind. Abb. 1 

Jede Tätigkeit und jeder Raum werden durch eine Start- und Stopp-Taste angezeigt. Dazwischen liegen Wegezeiten und andere unproduktive Ereignisse. Dies führt zu mehr Transparenz und Optimierungspotenzial beim Auswerten der Revierabläufe, weiß die Bereichsleitung Nelli Erhardt.

Durch Doppelklick auf jede Aufgabe wird das Leistungsverzeichnis für jede Raum- und Reinigungsart in Bildschirmgröße angezeigt. Abb. 2 

Über einen Info-Button lässt sich der vorgegebene Arbeitsablauf, z. B. die hygienische Reihenfolge, wie in den Schulungen beschrieben, bei Bedarf Schritt für Schritt ebenfalls als Großbild anzeigen. Abb. 3 

 Bei Netzausfall besteht die Möglichkeit, im Offline-Modus zu arbeiten oder alle Bilddokumente laminiert am Reinigungswagen mitzuführen.

Gibt es Gründe, eine Tätigkeit nicht durchführen zu können oder unterbrechen zu müssen, kann die Reinigungskraft dies durch einen Vermerk kommunizieren und auf Wiedervorlage setzen. Kommen zu den täglichen Standardaufgaben weitere Aufgaben hinzu, z. B. Entlassungs- oder Isolationszimmer, ist die Stations- oder Objektleitung in der Lage, diese auf das Tablet der Reinigungskraft tagesaktuell aufzuspielen. 

Über den Info-Button sieht die Reinigungskraft Raumnummer, Desinfektionsmittel und Bild mit der persönlichen Schutzausrüstung, um die richtige Anwendung sicherzustellen. Dies spart unnötige Wege. Nach Abschluss der Tätigkeit wird die die Erledigung bestätigt. Offene Punkte, Wartungsmeldungen oder besondere Vorkommnisse sind somit jederzeit einsehbar. „Dieses Konzept erleichtert unsere Personal-Einsatzplanung, wenn Stammkräfte abwesend sind“, erläutert die Bereichsleitung Nelli Erhardt. „Seitdem ich das Tablet nutze, spare ich viel Papier und Wegezeiten, weil der Ablauf völlig klar ist“, ergänzt die Reinigungsfachkraft Maria Rosella Falcone. Abb. 4

Qualitätsmanagement, Ergebniskontrolle und Prozessaudits

Mit der Visionclean Q-App_4.0 nach DIN EN 13549 ist es möglich, Ergebnisse an Nutzungskomponenten in R aumgruppen zu überprüfen. Abb. 5 

Alle Themen werden abgebildet, so dass Prüfer nichts vergessen. Die Auswahl der zu kontrollierenden Räume kann über Zufallsgenerator für sämtliche Raumarten erfolgen. Prüfern und Reinigungskräften wird die gleiche Ansicht des Leistungsturnus an Nutzungskomponenten für alle Raumarten angezeigt.

Bei uns wirken die Reinigungskräfte aktiv und eigenverantwortlich bei den Qualitätskontrollen mit und führen Stichproben in wichtigen Raumgruppen durch“, führt die Bereichsleitung Nelli Erhardt aus. „Ich empfinde es als Bereicherung meiner Tätigkeit, dass ich auch selbst Kontrollen vornehmen darf“, sagt Reinigungsfachkraft Maria Rosella Falcone. Abb. 6

Geht es in die Auswertungsphase, werden die Bewertungen bei Unterschreiten von zwei vorgegebenen Qualitätslevels gelb oder rot markiert angezeigt. Auf einen Blick lassen sich so Schwachstellen erkennen und Verbesserungsmaßnahmen zeitnah einleiten. Die farbcodierte Wiedervorlageliste speichert alle mangelhaften Bewertungen bis zur Erledigung. Prüfbilder und Audits können mit Bewertungstext, Reparaturmeldung und Foto ergänzt werden.

Das digitale Audit-Tool erlaubt es, die Prozessqualität regelmäßig zu überprüfen, z. B. im Hinblick auf Arbeitsplätze, Arbeitskleidung und Arbeitssicherheit. Alle Audit-Themen und -Fragen sind editierbar. Werden unnötige Wegezeiten aufgewendet? Stimmt die hygienische Reihenfolge, um Keimverschleppung zu vermeiden? Wird das Tuch richtig gefaltet? „Mit unserem neuen Audit-Programm behalten wir jederzeit alle wichtigen Prozesse im Auge“, freut sich Bereichsleitung Nelli Erhardt

Auf verständliche Weise visualisiert die App Visionclean 4.0 die Themen Leistungsverzeichnisse, Schulung, Arbeitsablauf und Qualitätssicherung. Auftraggeber, Management und Reinigungskräfte können jederzeit auf die gleichen Informationen zugreifen und bei Bedarf Verbesserungsmaßnahmen einleiten. Und das ohne Zeitverlust.

Peter Hennig, Visionclean

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Die Vision

Reinigungskräfte sind in der Lage mehr Eigenverantwortung zu übernehmen und proaktiv bei der Qualitätsicherung mitzuwirken.

Führungskräfte behalten den Überblick für nachhaltige Verbesserungsprozesse.

Auftraggeber bekommen transparente Informationen über QM- und Hygienemaßnahmen.

Kontakt

visionclean, Peter Hennig
Papiererstraße. 22
84034 Landshut

+49 (0) 871 46 40 49 20

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